Quelle links: dean bertoncelj / Shutterstock.com – Quelle rechts: weeNexx AG
Bluechips im Markt und neue Anbieter mit intelligenten Konzepten.

Der 6.000 Milliarden US-Dollar-Markt Mobile Payment

Der elektronische Zahlungsverkehr mit Mobilgeräten, das ist kein Geheimnis, ist weltweit ein boomender Mega-Markt. Die Corona-Pandemie hat diesem Trend einen zusätzlichen Katalysator aufgesetzt. Egal ob in Asien, Europa, in Südamerika oder in den USA – der Virus COVID-19 hat die Menschen noch mehr motiviert, auf Bargeld, einen potenziellen Überträger des Virus, mehr und mehr zu verzichten. 2018 betrug das Marktvolumen für Mobile Payment weltweit gerade mal 600 Milliarden US-Dollar. 2026, so die Experten, soll der Markt auf rund 6.000 Milliarden US-Dollar wachsen. Alle Anleger, die in diesem Wachstumsmarkt investiert haben, lächeln gut gelaunt trotz der aktuellen Krise. Denn die meisten Unternehmen in diesem Markt wirtschaften hochprofitabel. Sie weisen kontinuierlich steigende Umsätze und Gewinne aus. Eindeutiger Loser ist die bis dato hochgelobte Wirecard AG, noch vor kurzem der hochgelobte Börsenprimus aus der Hightech-Schmiede München. In der Parkstadt Schwabing, nur wenige Kilometer Luftlinie von Aschheim, dem Wirecard-Standort, entfernt, hat die operative Europazentrale des Cashback- und Mobile-Payment-Anbieters wee ihren Standort.

Diese Gesellschaft ist eine Tochter der Schweizer weeMarketplace AG, die aktuell europäische Märkte erfolgreich erschließt und den krisengebeutelten stationären Einzelhandel als Kernklientel nennt. Im aktuellen Newsletter positioniert sich wee mit breiter Brust und selbstbewusst: Denn es scheint, als hätte das Unternehmen jetzt einen entscheidenden Meilenstein gesetzt. Die Integration einer E-Geldlizenz in die technologische Infrastruktur soll die Marktgenerierung in ganz neue Dimensionen befördern. Nun beginnen die Schweizer zu liefern und ihre Versprechungen endlich umzusetzen, so der Tenor vieler Investoren und Aktionäre. Im Gegensatz zu Wirecard, wo sich der Aktienwert an den Börsen in den vergangenen zwei Wochen pulverisiert hat und die Aktionäre Höllenqualen ohne Happy End aushalten mussten, sammeln die Schweizer jetzt Assets für die eigene Aktie, die aktuell vom Handel an der Pariser Börse Euronext ausgesetzt ist.

Mobile Payment profitiert von der Corona-Pandemie

Die Platzhirsche beim bargeldlosen Bezahlen sind bei Image, Marktdurchdringung und Börsenkapitalisierung immer noch American Express, Mastercard und Visa, dicht gefolgt von PayPal, Apple mit Apple Pay und Square. Fondsmanager, Analysten, Banker und Politiker sind sich einig: In spätestens 30 Jahren ist das Bargeld auf unserer Erde abgeschafft! Der Druck, Mobile Payment zu nutzen erwächst aus unterschiedlichsten Richtungen. Einerseits möchten die verwöhnten Shopper beim E-Commerce genauso komfortabel in den stationären Shops einkaufen. Andererseits sind es die eher technikaffinen Zielgruppen unter 40 Jahren, die gegenüber dem Mobile Payment keine Vorurteile mehr haben. Darüber hinaus befeuern Dienstleister wie der Fahrdienst Uber oder immer neue Lieferservices, die auf schnelle Zahlung angewiesen sind, die Akzeptanz von Mobile Payment.

Quelle: Anna Tryhub / Shutterstock.com
Die Pandemie wird das Einkaufs- und Bezahlverhalten nachhaltig verändern.

Und nach Corona wird das Bezahlen nicht mehr so sein wie vorher! Bargeld ist inzwischen nicht nur uncool und unsexy, vielmehr noch ein großes Sicherheitsrisiko bei der Übertragung des Coronavirus. Insbesondere bei Massenveranstaltungen – Sport, Konzerte und Festivals – werden die Betreiber der Arenen zukünftig nicht nur beim Catering nicht mehr auf Cash setzen können. Intelligente Mobile Payment-Systeme identifizieren mit einem umzusetzenden KYC-Prozess („Know Your Customer“) den Nutzer automatisch. Und genau das könnte unter den gestiegenen Sicherheits- und Hygieneverordnungen den Weg für ein hundert Prozent bargeldloses Bezahlen ebnen. So würde aus der aktuell definierten Legitimationsprüfung zur Verhinderung von Geldwäsche eine zusätzliche Nutzung erwachsen, die unter dem Aspekt von Datenschutz derzeit u.a. auch von unterschiedlichen Sportverbänden und -Ligen geprüft wird. Die englische Premiere League, so ist zu hören, möchte zukünftig liebend gerne auf Mobile Payment und persönliche Identitätsnachweise setzen, um die Tore für die Fans schnellstmöglich wieder öffnen zu können.

Im weltweiten Markt ist derzeit jede Menge Bewegung: Mastercard und Visa werden weiterhin gewinnen, denn an fast allen Mobile Payment-Lösungen in der westlichen Welt verdienen die beiden etablierten Platzhirsche mit. Aber Apple, Amazon und Google ziehen unaufhaltsam nach. Outperformer ist in den USA derzeit die Cash-App Square, die den Wettbewerber Venmo von PayPal gerade abhängt. Und Wirecard? Die Münchner haben ihre Chancen gnadenlos versiebt. Und was machen die anderen Münchner mit dem Headquarter in Kreuzlingen? Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern hat wee in den vergangenen Monaten einen fast zweistelligen Millionen-Eurobetrag in die eigene Technik investiert. Damit möchte das Unternehmen von externen Dienstleistern unabhängig bleiben, sein alleinstehendes Asset bei der technologischen Infrastruktur auf- und ausbauen.

wee-Founder Cengiz Ehliz setzt zum Meilensprung an

Schon vor einiger Zeit hat man die Investoren mit der Integration einer E-Money-Lizenz zu motivieren versucht – jetzt, am 1. Juli, ist dieser zukunftsweisende Meilenstein endlich gesetzt. Glaubt man Founder Cengiz Ehliz, umtriebiger Self-Made-Entrepreneur, können jetzt, mit der finalen Integration dieser Geldlizenz, sämtliche E-Geld- und Geldtransfers problemlos umgesetzt werden. Im Kontext der Digitalisierung des europäischen Einzelhandels und der Integration in die weeApp als lokaler Suchmaschine, der Vernetzung mit Arenen, die ebenso mit der wee-Technik ausgestattet werden sollen, ergibt sich nun ein gigantisches Marktpotenzial.

Die weeArena in Bad Tölz ist die erste von wee digitalisierte Arena (Foto: Pressefoto weeConomy)

Die Sportfans, die wöchentlich in die Stadien pilgern, können die weeApp oder die weeCard voraussichtlich Ende des Jahres als Ticket nutzen, damit zudem bargeldlos bezahlen und obendrein Cashback sammeln. Dieses Cashback kann dann beim Einkaufen im lokalen Einzelhandel genutzt werden, wo der Fan, jetzt Kunde beim Bäcker, Metzger oder Frisör, gleichermaßen wee als Cashback sammeln kann. Im Gegensatz zu den Wettbewerbern sind die gesammelten Rabatte keine Punkte, sondern echtes Geld, das sich der wee-Nutzer alternativ auf das eigene Girokonto überweisen kann. Die Wertschöpfungskette der Schweizer mit dem operativen Office in München erweitert sich durch E-Commerce, denn im hauseigenen Portal lässt es sich online bei gut 1.400 teils namhaften Onlineshops virtuell einkaufen. Im deutschen Portfolio des internationalen Portals sind namhafte Marken wie SportScheck, Verifox, toom-Baumarkt, die Versandapotheke Sanicare, das Möbelhaus XXL-Lutz oder die Reiseanbieter weg.de oder ab-in-den-urlaub.de bereits integriert. Die Rabatte, die man beim Online-Einkauf als wee erhält, können allerdings nur beim Einkaufen im stationären Handel vor Ort wieder genutzt bzw. auf das eigene Konto transferiert werden.

Mit der integrierten E-Money-Lizenz durchstarten

So wie es scheint, möchte wee auch ein Stück vom Kuchen des Geldtransfer-Marktes, unter Umgehung der üblichen Abwicklung mit Banken auf Sender- und Empfängerseite des Geldes. Der etablierteste Marktplayer ist hier Western Union, mit teils Gebühren von über 20 Prozent auf die eingezahlte Transfersumme. Mit wee, der App oder Karte, lässt sich also jetzt bezahlen, E-Geld aufladen, Cashback sammeln… Der Vorteil liegt auf der Hand: Beim Bezahlen mit wee fallen keine üblichen Transaktionsgebühren an! Innerhalb des eigenen Ökosystems sind Geld-Transaktionen kostenlos und erfolgen in Real-Time-Geschwindigkeit.

Addiert man alle Vorteile und Synergien des wee-Systems, dann entstehen hier für die Einzelhändler, die Betreiber von Arenen und deren Besucher, die Fans der Sportclubs und die Konsumenten beim Kauf von Produkten des täglichen Bedarfs komfortable Vorteile, befeuert durch die Auswirkungen der Pandemie beim Bezahlverkehr. Mehr noch: Mit der aktiven Unterstützung des teils immer noch gelähmten Einzelhandels inklusive Hotellerie und Gastronomie, sollten die umtriebigen Markterschließer die volle Unterstützung der Kommunen erhalten. Denn gut 95 % aller Stadien und Hallen in Europa werden in kommunaler Verantwortung betrieben. Und die Steuerausfälle der Kommunen beim Einzelhandel durch Corona werden inzwischen mit einem dreistelligen Milliarden Euro-Betrag beziffert. Wer also jetzt aktiv mithilft die gravierenden Finanzprobleme der Kämmerer zu lindern, indem er den Einzelhandel zu mehr Umsatz animiert, was letztlich auch in einem höheren Steueraufkommen resultiert, dürfte in Verwaltung und Politik auf offene Türen stoßen. Und das europaweit!

Weltweite Kassensysteme offen für Bezahlen mit wee

Und dann scheint auch noch Glück als Pate für wee zu stehen: Die Mehrzahl der Hersteller von Kartenlesegeräten haben sich jüngst dazu entschlossen, neue PoS-Terminals zusätzlich mit QR-Code-Leseeinheiten auszurüsten. Für den Mobile Payment- und Cashback-Anbieter wee ist das ein zusätzliches Geschenk des Himmels, denn so besteht bereits mittelfristig – zumindest theoretisch – eine Prozesskompatibilität mit weltweit über 90 Millionen Terminals. Das beinhaltet Schnittstellen in die Kassensysteme der Einzelhändler und Stadien, was die Investitionen für die Integration neuer Partner in die eigene technologische Infrastruktur signifikant senkt.