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Das ist kein Karnevalsscherz: Weil in Venezuela Stromausfälle häufiger denn je und unerwartet die verlässliche Nutzung des Internets verhindern, führt das zu erheblichen Störungen bei Bitcoin-Transaktionen. Nur wenige Menschen in den Slums der Drei-Millionen-Metropole Caracas oder auf dem Land verfügen über ein eigenes Bankkonto und nutzen deshalb Mobile Payment unter Einbindung digitaler Währungen.

Ein dezentrales „Mesh-Netzwerk“ arbeitet aktuell daran, den Bitcoin über Radiowellen transferieren zu können. Impulsgeber hierfür ist die Gruppe „Bitcoin Venezuela“.

Das Team konzipiert zwei Geräte, mit denen es möglich sein soll, auf die Blockchain von Bitcoin zugreifen zu können. Diese Technologie würde eine ernsthafte Alternative zur Datenübertragung via Internet darstellen. Bei der Hardware soll es sich um eine Art Radiosender handeln, der an kleinere Computer angeschlossen wird. Die Software wird mit Open-Source abgebildet. Diese Geräte sind tragbar, batteriebetrieben und sollen auch – über Bitcoin hinaus – den Zugriff auf andere Blockchains wie Monero oder File-Sharing-Systeme ermöglichen.

Die Entwickler möchten sich mit der Abkopplung vom Internet einerseits unabhängig von Zensuren durch die Regierung machen, andererseits auch in Regionen aktiv sein, in denen es keinen Internetzugang gibt. Kritiker sind der Meinung, dass diese Technologie dafür eigesetzt werden kann, Geldwäsche und illegale Geldtransfers weitestgehend unkontrolliert zu betreiben.