Stephan Kraus, rechts, sonnt sich gerne mit lokalpolitischen Größen. Im Wahlkampf hat das dem skurrilen Portalbetreiber und erfolglosen Vermittler von dubiosen Anlageprodukten der SAM AG wenig genützt. (Quelle: derfflinger.de)

Über falsche Bewertungen, mediales Bashing, Kompensation von schlechter Presse…

Im Zeitalter des Internets gehören Suchmaschinen wie Google, Social Media-Communitys mit Facebook an der Spitze und die E-Commerce-Giganten Amazon oder Alibaba weltweit betrachtet zu den teuersten börsennotierten Unternehmen. Natürlich gibt es unseriöse Nutznießer des Internet-Booms, die als lukratives Geschäftsmodell Fake News produzieren und verbreiten. Wer als Unternehmen mit seinem Produkt in den Suchmaschinen nicht auf der ersten Seite steht, wird übersehen, verschenkt Reputation und Umsätze.

Insbesondere durch Kriminelle entstehen im Online-Handel jährlich Milliardenschäden. Wie das geht? Ganz einfach: Man bestellt im Onlineshop, gibt aber bei seiner Adresse eine veränderte Hausnummer an. Der Postbote lässt sich allerdings nicht irritieren und liefert an die richtige Person, legt das Paket beispielsweise vor der Haustüre des Eigenheims ab. Anschließend hat der Kunde das Paket vermeintlich nicht bekommen, zahlt natürlich nicht… Die Überprüfung ergibt: Er kann das Paket gar nicht bekommen haben, da ja die Adresse falsch war.

97 Prozent der Onlineshops in Deutschland haben negative Erfahrungen mit Betrügern, wurden geschädigt. Diese Betrügereien nehmen kontinuierlich zu. CRF Bürgel hat in einer Studie die Ergebnisse von Ansprachen 120 befragter Online- und Versandhändler veröffentlicht: Auf die Frage „Mit welchen Fragen des Betrugs waren Sie konfrontiert?“ antworteten

  • 84,8 Prozent „Bestellern ist bewusst, dass sie nicht zahlen können“
  • 90,9 Prozent „Identität gestohlen“
  • 97 Prozent „Angabe verfälschter Namens-/Anschriftsdaten.

Milliardenschaden beim Betrug mit E-Commerce

Laut Ermittlungen von Lexis Nexis, einem global agierenden Sicherheitsdienstleister, entsteht durch Betrug beim E-Commerce in Deutschland jährlich ein Schaden von 1,3 Milliarden Euro. Hochgerechnet auf den Gesamtumsatz von gut 65 Milliarden Euro sind das 1,8 Prozent. Bürgel schätzt einen Schaden von 2,5 bis 3 Milliarden Euro jährlich. Konkret bedeutet das: Im Schnitt kostet den Händler der Betrug 5 Prozent vom Jahresumsatz!

Millionen-Business: Spezialisten für falsche Bewertungen

Bevor wir online einkaufen, schauen wir natürlich ganz genau auf die Bewertungen von Online-Shops, Restaurants, Hotels, etc. Online-Bewertungen haben derzeit Hochkonjunktur, insbesondere in Zeiten von Corona, wo sich viele Kunden aus dem Home-Office heraus über Produkte und Dienstleistungen informieren. Inzwischen bilden sich 75 Prozent der potenziellen Käufer ihre Meinung über Bewertungen, bevor eine Kaufentscheidung fällt. Es ist davon auszugehen, so Experten, dass zwischen 20 und 30 Prozent aller Bewertungen im Netz von den Unternehmen manipuliert wurden. Man spricht inzwischen von einem Millionengeschäft für spezialisierte Dienstleister, die auf das „Faken“ von Bewertungen spezialisiert sind. So verspricht die ATTAG Communications aus Hannover ihren Kunden für 79 Euro eine Kampagnenerstellung inklusive 5 Rezensionen bei Google, was zu 12 Prozent mehr Umsatz führen soll. Die Website präsentiert eindrucksvoll, dass sich schon ab 50 „bestellten“ Bewertungen die Umsätze um 30 Prozent steigern lassen, bei 200 Bewertungen um 44 Prozent. Noch günstiger bietet das Portal bewertungen-kaufen24.com Bewertungen mit Rezension an: „10 x 5 Sterne Google Bewertung mit Rezension 89 Euro.“ Laut Impressum hat die Firma ihren Sitz auf Mallorca und ist im Registergericht Madrid eingetragen.

Reputation mit Fake News schädigen und sich die Diskreditierung vergolden lassen

Weitaus lukrativer scheint das Business mit Pseudo-Journalismus zu sein. Hier veröffentlichen Online-Portale bewusst negative Texte über Unternehmen, die sich in den Suchmaschinen abbilden und den Firmen schaden. Es leiden die Reputation und der Umsatz, die Mitarbeiter sind beunruhigt. Irgendwann wird man beim Geschädigten vorstellig und bietet einen lukrativen Beratervertrag an, der u.a. auch das Löschen der negativen Veröffentlichungen beinhaltet. Die Süddeutsche Zeitung hat sich eingehend mit den eigentümlichen Geschäften der Firma Gomopa beschäftigt. Diese betreibt unter dem gleichnamigen Portal vermeintlich dieses Business, so zumindest schreibt die SZ. Zielgruppe sind vornehmlich Unternehmen aus dem grauen Kapitalmarkt, die es sich nicht leisten können, wenn Anleger von hochspekulativen Fonds unruhig werden oder der Vertrieb sich den Fragen zu den veröffentlichten Fake News stellen muss. Notgedrungen zahlen diese Unternehmen bis zu 10.000 Euro pro Monat – als Schutzgeld gegen diese dreiste mediale Diskreditierung!

Der Popularen Netzwerk-Verlag aus Berlin hatte mit seinen diversen Depeschen-Portalen dasselbe Geschäftsmodell verfolgt, bis zu dem Zeitpunkt, als Unternehmer Cengiz Ehliz und verschiedene seiner Geschäftspartner, die über Monate medial „gebasht“ wurden, das kriminell anmutende Netzwerk um Tom Rohrböck und Angela Prokoph-Schmitt outeten. Dies erfolgte im Rahmen einer eindrucksvollen Pressekonferenz, die live über Facebook ausgestrahlt wurde.

Der skurrile selbsternannte Enthüllungsjournalist Stephan Kraus

Ein Schreiber des Portals Bayern Depesche – inzwischen ist das Medium laut Impressum angedockt an „Clever Medianews Ltd.“ mit Sitz in Dublin – war und ist immer noch der „Pseudo-Journalist“ Stephan Kraus. Dieser betreibt beispielsweise mit der Berliner More Media GmbH auch das Portal „Der Derfflinger“, benannt nach einem Schlachtschiff der Kriegsmarine aus der Kaiserzeit. Welche Neigungen mögen in einem Menschen stecken, der sein eigenes Magazin als journalistisches Credo so benennt?

Kraus hat es exakt auf die Personen abgesehen, die gegen den Popularen Verlag aktiv wurden. Der Ex-Soldat hat der weeConomy AG, die ein innovatives Mobile Payment- und Cashback-System betreibt, anscheinend seinen ganz persönlichen Krieg erklärt.

Stephan Kraus: Beschmutzt die eigene Partei, die ihm vertraut und kommentiert menschenverachtend. (Quelle Facebook Stephan Kraus)

Er wollte Verwirrung stiften, indem er dem Unternehmer des Jahres 2018 von München, Cengiz Ehliz, unterstellte, sich diesen Titel von der CSU erschlichen zu haben. Und das als langjähriges CSU-Mitglied. Kraus meinte eine luftleere Enthüllungsgeschichte in seiner Online-Postille aufbauschen zu müssen, die er als „Amigo-Affäre“ bezeichnete. Die Anspielung auf die Vorteilsnahme und den Rücktritt des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Max Streibl wegen Bestechung war bewusst gesetzt. Obwohl die Volkspartei aus Bayern mit der Wahl überhaupt nichts zu tun. Dieser Preis wird nämlich von einer Jury aus Vertretern führender regionaler Wirtschafts- und Unternehmerverbände – auf der Basis klarer und veröffentlichter Regularien – vergeben. Auf seinem verrückten Kreuzzug veröffentlicht der Kemptener immer noch die abstrusesten Theorien und wirre Unterstellungen zur Unternehmensgruppe, zu Managern und Netzwerkpartnern sowie der CSU.

Kraus beteiligt am SAM AG-Skandal im Allgäu

Wer ist dieser Stephan Kraus und was motiviert ihn, seine Zeit in die kontinuierliche Produktion von „Nonsense“ zu investieren? Nach seiner Zeit bei der Bundeswehr heuerte der „stramme Stephan“, wie ihn Insider bezeichnen, zunächst bei der Sparkasse Allgäu an. Er hatte dann vor, als selbstständiger Anlageberater das richtig große Rad zu drehen, qualifiziert durch fachliches Halbwissen. Auf einer Info-Veranstaltung im Kemptener Smart-Motel, zu der auch er mit stolz geschwellter Brust potenzielle Anleger begrüßte, wurde die dubiose und kriminell agierende Schweizer SAM AG präsentiert. Diese Gesellschaft hat unerlaubtes Einlagengeschäft betrieben und wurde deshalb mehrfach gerichtlich verurteilt. In 2016 meldete das Unternehmen Konkurs an. Bereits mehrfach wurden auch deutsche Vermittler zu Schadensersatz verurteilt. Der Ex-Soldat, heute immer noch als Reservist in der Bundeswehr aktiv, war damals als eifriger Untervermittler in den Vertrieb der unseriösen Anlageprodukte integriert. Man möchte meinen, dass ein ehemaliger Mitarbeiter der Sparkasse wissen sollte ob es sich um ein unerlaubtes Einlagengeschäft handelt oder nicht. Allein im Allgäu und unter aktiver Mitwirkung von Kraus wurden Anlagegelder in ungeahntem Ausmaß vernichtet, man spricht inzwischen von einem Schaden in Höhe von 7 Millionen Euro. Kraus war damit sprichwörtlich am Boden. Sozusagen pleite…

Der dubiose Vertriebsmann Stephan Kraus versucht sich heute mit dem Verfassen von teils skurrilen Artikeln in niederschwelligen Online-Portalen (Foto: privat)

Der illoyale Verschwörungstheoretiker setzt zur inszenierten Rache an.

Sein Rettungsanker war „wee“! Im Sommer 2015 diente er sich als Vertriebspartner an, obwohl er so „klamm“ war, dass er nicht einmal die Kosten für eine Vertriebslizenz aufbringen konnte. 2016 stieg der „klamme Stephan“ dann sogar zum Sales Director im Vertrieb auf, promotet von anderen loyalen Vertriebspartnern, die an ihn und seine ständigen Versprechungen glaubten. Nach durchgehender Erfolglosigkeit – Kraus war als Vertriebler u.a. auch nach nun zwei Jahren nicht imstande, die ausgelegten Kosten für seine Lizenz zu bezahlen – wurde ihm die Lizenz wieder entzogen. Es liegt nun nahe, dass seine persönliche Enttäuschung über die hausgemachte Erfolglosigkeit, die er dem Vertrieb in die Schuhe schiebt, und ein wirres Weltbild, den Nektar für den Kreuzzug gegen wee bilden. Man könnte hierzu sagen: undankbarer Nestbeschmutzer!

Aber warum feuert dieser Wilde gegen die CSU? Warum diskreditiert er seine eigene Partei, für die er erst kürzlich bei der Kommunalwahl in Kempten antrat? Ist es die Enttäuschung über eine verbaute Karriere als Politiker, wofür er vermutlich den Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden Dr. Markus Söder verantwortlich macht? Apropos: Wie zu erwarten war, hat der Ex-Soldat, Ex-Bankangestellte, Ex-Anlageberater, Ex-Vermittler dubioser Anlageprodukte, Ex-Vertriebler, „Pseudo-Investigativ-Journalist“ und erfolglose Wahlkämpfer auch bei dieser Aufgabe voll versagt – ca. 1,54 Prozent aus dem Stimmanteil der CSU in Kempten bedeuten „ungenügend, Schulnote 6, setzen, Herr Kraus.“