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Beliebteste Stadien Deutschlands: „Signal Iduna Park“, „Alte Försterei“ und „Allianz Arena“

Der Profifußball in Deutschland spielt im direkten sportlichen Wettbewerb mit der englischen Premier League und der spanischen LaLiga seit einigen Jahren nur noch eine eher untergeordnete Rolle. Einzig der deutsche Abonnementmeister aus München schafft es noch, regelmäßig die Phalanx der Teams aus Liverpool, Chelsea, Manchester und Barcelona sowie Madrid – Real und Atletico – bis im Viertelfinale der Champions League zu durchbrechen. Hoffnung machten in der vergangenen Saison die Adler der Frankfurter Eintracht in der UEFA League, die sich mit der wilden Büffelherde im Sturm – Jovic, Haller Rebic – ins Halbfinale durchkämpften. Inzwischen haben die Riederwälder zwar 100 Mio. Euro mehr auf dem Konto, aber das „Trio Infernale“ hat sich durch die Transfers quasi in Luft aufgelöst. In Erinnerung bleiben allen Fans nicht nur die Tore, vielmehr die grandiose Atmosphäre mit genial-kreativen Choreos der Fans bei den Heimspielen der UEFA-League in der durchweg emotional bebenden Commerzbank-Arena.

Deutschland hat aber weiterhin im europaweiten Vergleich die besten Stadien und hier eine ausgezeichnete Wohlfühlatmosphäre für die Fans. Der Zuschauerschnitt in der Fußball-Bundesliga mit weit über 40.000 Fans pro Heimspiel, liegt gegenüber den anderen Ligen Europas in der Pole-Position. Und was die Stimmung und den Wohlfühlfaktor angeht – hier sind die Deutschen über Fußball hinaus weltweit Marktführer! Rund um die WM 2006 im eigenen Lande wurden viele altehrwürdige Stadien modernisiert, neue High-Tech-Tempel gebaut. Die Vereine und Kommunen investieren nachhaltig: nicht nur „in Beine“ der Spieler, sondern auch in „Steine“, dabei in die Arenen, Nachwuchsleistungszentren, Geschäftsstellen, Fantreffs, etc. Die Symbiose zwischen den Fans und den Clubs wird gepflegt, das Fernsehen nimmt noch einigermaßen Rücksicht auf die traditionellen Anstoßzeiten, berücksichtigt Fahrtzeiten der Auswärtsfans…

Deutschland investiert europaweit federführend in Arenen

Bis auf das Aushängeschild Juventus Turin, mit FIAT das italienische Pendant zum VfL Wolfsburg mit VW, die vor einiger Zeit aus dem Stadio delle Alpi in eine eigene Fußballarena umgezogen sind, ist die Lage in Italien trostlos: Die meist städtischen Stadien sind durchweg sanierungsbedürftig, weshalb relativ wenig Frauen oder Familien sich hier Stadionbesuche antun. Die übermächtigen Ultras prägen die Fanszenen bei AS und Lazio in Rom, bei den Mailänder Clubs FC Inter und AC. Und was die Stimmung bei durchschnittlich knapp über 20.000 Zuschauer pro Erstligaspiel angeht: ebenfalls renovierungsbedürftig und nicht vergleichbar mit den „guten alten Zeiten“ der 90er Jahre. Mit einem Riesenaufwand soll nun das erst für die WM 1990 umgebaute Meazza-Stadion in Mailand komplett durch einen Neubau ersetzt werden.

Die englische Premiere League hat sich mit Haut und Haaren an das Pay-TV verkauft, was zu den verrücktesten Anstoßzeiten, teils um 12.00 Uhr mittags, führt. Zudem sind die Ticketpreise im Mutterland des Fußballs so teuer, dass der Hardcore-Fan die Spiele seines Lieblingsclubs lieber im heimischen Pub genießt. Ohne die Ultras als klassische Fans auf den Stehtribünen, die in England seit den Katastrophen von Brüssel und Birmingham mit Sitzplätzen aufgefüllt wurden, ist vom „Roar“ der Fans nur noch ein laues Lüftchen übriggeblieben, sieht man mal vom Fußballtempel an der Anfield Road in Liverpool ab.

Beliebtheitsskala der deutschen Stadien im Widerspruch zum sportlichen Ranking 

Das Vergleichsportal testberichte.de hat kürzlich eine Studie veröffentlicht, in welcher 240.000 Online-Rezensionen zu 55 Fußballstadien in den drei Bundesligen Deutschlands recherchiert und analysiert wurden. Die Gewinner sind: Signal Iduna Park, Heimstätte der Dortmunder Borussen, gefolgt vom Berlin-Köpenicker Stadion an der alten Försterei von Union Berlin und der Allianz Arena von Bayern München. Bei einer durchschnittlichen Bewertung von 4,7 Sternen aus 20.000 Bewertungen ergibt sich für Deutschlands größte Fußballarena auch der Spitzenplatz beim Wohlfühlen. Die Fans schätzen hier die „Gänsehaut-Atmosphäre aufgrund der „gelben Wand“, der weltweit größten Stehtribüne, ebenso wie die Stadiontouren, die Sauberkeit, das freundliche Personal und die gute Erreichbarkeit mit Bus und Bahn. Übrigens: In jedes Ticket eingepreist ist die „kostenlose“ Anfahrt mit dem öffentlichen Personennahverkehr der Dortmunder Verkehrsbetriebe.

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Ein Herz und eine Seele – Köpenick ist Ostdeutschland und Union Berlin

Die Fans von Union Berlin lieben ihr „Wohnzimmer“ aufgrund der familiären Atmosphäre, der Nähe zum Spielfeld und der daraus resultierenden guten Akustik. Eisern Union hat ein besonders emotionales Band zu seinen Fans geschnürt. Schritt für Schritt hat sich der noch zu DDR-Oberligazeiten von der Parteiführung gemobbte Club auf einem ganz besonderen Weg in die erste Liga durchgekämpft. Der bekennende „Ossi-Club“ glänzt mit seinen ungewöhnlichen Aktionen der eingeschworenen Fan-Community. 2.000 Fans hatten vor drei Jahren kostenlos eine Tribüne gebaut und waren Schweißer, Maler, Betonbauer oder Gärtner. Im Gegensatz zu anderen Vereinen, die sich ihr Stadion von Großinvestoren bezahlen lassen, bauen die Unioner selbst. Genauso einzigartig – auch wenn inzwischen bundesweit dutzende Male kopiert – ist das legendäre Weihnachtssingen am 23. Dezember im Stadion. Was 2003 mit einigen hundert Fans startete, ist inzwischen ein vorweihnachtliches Berliner Highlight geworden. Gut 30.000 Menschen mit Nikolausmützen und Kerzen stimmen nach der Vereinshymne „Eisern Union“ die beliebtesten deutschen Weihnachtslieder an. Bemerkenswert auch die Fan-Aktion „Endlich dabei“ der Köpenicker zum ersten Heimspiel in der Bundesliga, wo Banner mit dem Konterfei von 400 verstorbenen Fans gezeigt wurden, die Freunde der Toten im Vorfeld dem Verein zur Bannerproduktion schickten.

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Internationaler Top-Standard für 75.000 Fans im Münchner Norden

Und was die Allianz-Arena angeht? Fraglos ist das jetzt komplett auf rot-weiß umgebrandete „UFO“ in München-Fröttmaning das modernste Stadion in Deutschland, mit top Verkehrsanbindung, super Komfort, ständig proppenvoll. Auch wenn kolportiert wird, dass die Gesänge der Fans vom Beispiel der „Schickeria“, den Bayern-Ultras, ab und zu mal technisch über die Soundanlage im Stadion unterstützt werden, damit die Stimmung auch dem vorgegebenen Standard des FC Bayern entspricht.

wee ARENA SUMMIT präsentiert die Zukunft der Arenen

Alle Stadionbetreiber und Clubs arbeiten intensiv daran, den Wohlfühlfaktor der Fans im Stadion zu verbessern. In welchen Feldern das passieren soll? Darüber gibt der „wee ARENA SUMMIT“ Aufschluss, der Ende November in der Frankfurter Commerzbank-Arena stattfindet. Geschätzte 800 Top-Entscheider aus weitestgehend Europa informieren sich – und diskutieren – über neue Strategien und Konzepte von Stadionmanagement, -vermarktung, -technologien und -infrastruktur. Hauptsponsor und Namensgeber „wee“ demonstriert in einem eigenen Forum sein Arenen-Digitalisierungskonzept, bei dem das innovative Cashback- und Mobile Payment mit der Digitalisierung des Stadions, dem Einzelhandel und E-Commerce vernetzt wird. Visionär und wee-Founder Cengiz Ehliz, amtierender Unternehmer des Jahres von München, übernimmt am 21. November mit Entertainment-Legende Marek Lieberberg die Begrüßung und wird in seiner Ansprache von der Vision der weltweit einen weeCard oder weeApp berichten, mit der man beim Shopping jede Menge Geld sparen und sich den Eintritt ins Stadion finanzieren kann – so bereits schon jetzt bei den DEL2-Ligisten Tölzer Löwen und Lausitzer Füchse sowie beim Schweizer Fußball-Erstligisten FC Sion.

Hitliste der Arenen-Beliebtheit:

1. Signal Iduna Park (Borussia Dortmund)
2. Stadion An der Alten Försterei (Union Berlin)
3. Allianz Arena (Bayern München)

4. Borussia-Park (Borussia MG)
5. Rudolf-Harbig-Stadion (Dynamo Dresden)
6. Millerntor-Stadion (FC St. Pauli)
7. Ostseestadion (Hansa Rostock)
8. Städt. Stadion an der Grünwalder Straße (TSV 1860 München)
9. Veltins-Arena (FC Schalke 04)
10. Olympiastadion (Hertha BSC Berlin)

41. Volkswagen Arena (VfL Wolfsburg)

51. Red Bull Arena (RB Leipzig)

55. Flyeralarm Arena (Würzburger Kickers)