Neue Sicherheitsstandards bestimmen das Fassungsvermögen für Fans in den Stadien.
© KAZLOVA IRYNA | shutterstock.com

weePay als Zahlungssystem der Zukunft in Arenen und im stationären Einzelhandel

Die Sport- und Entertainmentbranche liegt immer noch tief getroffen von Corona am Boden. Das betrifft nicht nur die Sportler, die in den Arenen um Punkte und Medaillen wetteifern, sondern auch die Acts, die auf den Bühnen dieser Welt wie im Spitzensport kontinuierlich Höchstleistungen zeigen. Was die Profis an finanziellen Einbußen noch einigermaßen verkraften können, schlägt bei den Mitarbeitern von Clubs, Stadion-Betriebsgesellschaften, externen Catering-Betrieben und Sicherheits- sowie Technikdienstleistern voll durch. Denn ohne Spiel- und Eventbetrieb gibt es keine Aufträge und ohne Aufträge fließt kein Geld, was aktuell viele Menschen mit ihren Familien finanziell an den Abgrund führt.

Die Absage von Events hat viele Veranstalter vor ein großes Dilemma gestellt. Obwohl schon im März klar war, dass die Sommer-Events wie etablierte Open-Airs höchstwahrscheinlich ausfallen müssen, konnten die Veranstalter aus rechtlichen Gründen nicht absagen. Denn nur bei höherer Gewalt oder behördlicher Anordnung sind die Organisatoren nicht zu Schadenersatz verpflichtet. Dies schließt aber die Rückzahlung der im Vorverkauf erstandenen Tickets an die Fans nicht aus. Was wiederum ein großes Problem war und ist, denn mit den Vorverkäufen werden die Kosten für Löhne und Gehälter bei den Planungen sowie Anzahlungen für die Buchung der Acts abgedeckt.

Corona sorgt für zweckentfremdete Stadien und Hallen

Viele Arenen und Konzerthallen wurden während der Corona-Krise kurzerhand umfunktioniert: Die Eisarena Palacio de Hielo nutzte die Stadt Madrid als Leichenhaus, um die Bestattungsunternehmen der Region zu entlasten. Eine Vielzahl der brasilianischen Fußball-Erstligaclubs schloss sich zusammen, um Stadien und Trainingseinrichtungen für den Kampf gegen COVID-19 bereitzustellen. Zeitweise diente das Maracana-Stadion, Heimstätte von Flamengo Rio de Janeiro und Spielort des WM-Finales 2014, als Feldlazarett. Viele Hallen dienen weltweit immer noch als weitestgehend sicherer Veranstaltungsraum für Parlaments- und Stadtratssitzungen, für Prüfungen der kommunalen Schulen und Universitäten.

Keine Party ohne Hygienestandards bis weit ins Jahr 2021.
© AS Inc | shutterstock.com

Insofern sind es die kleinen Lichtblicke, die derzeit am Ende des Tunnels zu erkennen sind und motivieren. So planen die weltweit größten Profisport-Ligen den Pandemie-Restart mit Zuschauern – unter Einhaltung der nationalen und verbandsspezifischen Sicherheits- und Hygieneregeln. Dabei ist die Anfahrt, der Zugang ins Stadion und die Abreise der Fans für die Arenenbetreiber die größte Herausforderung. Alle Planungen sind komplex – wie in Frankfurt, wo man mit einem geschrumpften Corona-Fassungsvermögen von ca. 20.000 Fans bei den Heimspielen der Eintracht im „neuen“ Deutsche Bank Park plant, sind intensive Gespräche mit der Kommune und städtischen Betrieben zu führen. Das aktuelle Infektionsgeschehen in der Stadt, damit verbunden strenge Regeln bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, stehen im Fokus der flexibel gehaltenen Konzepte. Bereits Anfang Juli hat RB Leipzig als erster Bundesligaclub einen mit dem Gesundheitsamt der Stadt abgestimmten Plan vorgelegt, der einen Zuschauerbetrieb mit 20.000 Fans pro Spiel ermöglichen soll.

Sportler und TV-Zuschauer brauchen Emotionen der Fans in den Stadien

Die wirtschaftliche und emotionale Bedeutung von 20.000 Fans ist für den Club, die Spieler, die Fans und das Fernsehen enorm. Viele Experten sind sich darüber einig, dass der Hamburger SV mit seinen fantastischen Fans im Rücken keine blamable Heimspielserie nach der Corona-Pause hingelegt und höchstwahrscheinlich die Relegation erreicht hätte. Die Spieler brauchen das emotionale Feuer der Fans für die eigene Motivation und im Fernsehen sind „Geisterspiele“ ohne diese Emotionen von den Rängen oft langweilig. Aber auch hier geht es wesentlich um Geld: Mit 20.000 Zuschauern beim Heimspiel erwirtschaftet ein Bundesligaclub – Tickets, Fanartikel, Catering – ca. eine Million Euro. Bei 17 Heimspielen – so die Kalkulation für die kommende Spielzeit – entspricht das einer Summe von 17 Millionen Euro. Die Clubs und die Infrastruktur sind darauf existenziell angewiesen, wenn auch nur rund 40 Prozent der Umsätze aus der Vor-Coronazeit vereinnahmt werden. Glück hat, wer im Fußball hinsichtlich der Liga erst- oder zweitklassig spielt. Der Krösus in Sachen Fernsehgelder der gerade abgelaufenen Saison ist wie immer der FC Bayern München mit 67,9 Millionen Euro, dicht dahinter Borussia Dortmund (67,9) und Bayer Leverkusen (65,2). Auf- und Sofort-Absteiger SC Paderborn konnte als Tabellenletzter immerhin noch 20 Millionen Euro aus dem TV-Rechtetopf für sich verbuchen. Der Unterschied zwischen „reichen und armen Clubs“ wird bei den Fernsehgeldern aus der Champions League deutlich: Bei idealem Verkauf bekommt der Sieger 82,45 Millionen Euro. Für das Erreichen der Achtelfinale haben die deutschen Vertreter jeweils 9,5 Millionen erhalten, vorab für die Qualifikation zu den Gruppenspielen jeweils 15,25 Millionen.

Amateure hängen am Tropf der Zuschauereinnahmen

Finanziell ganz schwierig wird es im Fußball ab der dritten Liga, im Eishockey, beim Basketball oder Handball. Also überall dort, wo Zuschauereinnahmen immer noch einen sehr hohen Stellenwert im Etat haben. Der ambitionierte Viertligist Rot-Weiss Essen beispielsweise hat einen Zuschauerschnitt von rund 12.000. Ohne entsprechende Einnahmen aus Tickets und Catering gehen dem Club im Ruhrgebiet in einer Saison ca. 7 Millionen Euro flöten. Können das Fernsehgelder ausgleichen? Außer beim Pokal oder im Sparten-Fernsehen findet die Regionalliga im Fernsehen nicht statt. Und deshalb gibt es auch kein Fernsehgeld!

Stadionbetreiber müssen viel Geld in die Sicherheitsstandards investieren – bei deutlich weniger Einnahmen.
© Dziurek | shutterstock.com

Derzeit werden unterschiedlichste Systeme getestet, die kamerabasiert für Temperaturmessungen, Maskenerkennung, Personenzählung und Abstandsmessung bei den Fans sorgen. Die Schweizer weeConomy AG bewertet die aktuelle Situation mit einem lachenden und weinenden Auge: Ursprünglich, so der Plan, sollten im Jahre 2020 und 2021 100 Arenen in das wee-Mobile Payment- und Cashback-System integriert werden, um avisierte 50 europäische Regionen als Märkte zu erschließen. Konkret: Wie bereits in der Bad Tölzer weeArena erfolgt, der technologischen Blaupause der Schweizer, sollten die Kunden von stationären Einzelhändlern, die sich wee angeschlossen haben, auch in den regionalen Arenen mit der weeApp oder weeCard konsumieren und Cashback sammeln können, das dann als gesammeltes Guthaben wiederum in den heimischen Shops, bei Dienstleistern oder in der Gastronomie ausgegeben werden kann.

weePay – flächendeckendes Bezahlsystem der Zukunft?

Die Pandemie hat die Arenen-Digitalisierung nun erst einmal „on hold“ gestellt. Gleichzeitig ließ sich aber insbesondere für die Stadien ein Bedarf für bargeldloses Bezahlen und eine einwandfreie Identifizierung der Besucher erkennen. Nutzt ein angeschlossenes Stadion oder ein Club die weeCard oder weeApp als Eintrittskarte oder offenes Bezahlsystem, sind mit der Nutzung von wee bereits notwendige Sicherheitsstandards im Stadion erfüllt. Inzwischen hat wee noch mehr gepunktet, denn mit der aktiven Integration einer E-Money-Lizenz hat sich das bisherige Mobile Payment- und Cashback-Produkt zu einem innovativen Paymentsystem mit Mobile Banking-Services weiterentwickelt. Ganz im Sinne von Founder und Visionär Cengiz Ehliz, der weltweit möchte, dass in absehbarer Zukunft nur noch mit einer Karte oder einer App, jeweils der von wee, bargeldlos bezahlt wird.

Die anstehende Nordische Ski-WM im Februar und März 2021 in Oberstdorf könnte die Markterschließung von wee im Allgäu erheblich promoten, sollte es an der Schattenberg-Skischanze zu einem Schulterschluss von Veranstaltern mit dem Mobile Payment- und Cashback-System kommen.