Foto: klannt.de | Das Onlineportal klannt.de veröffentlichte am 26. Juni einen Bericht über die möglichen Machenschaften von Tom Rohrböck und präsentierte ein Foto mit seinem Konterfei und viel politischer Prominenz.

Polizei, Anwälte, Staatsanwaltschaft und Gerichte sind mit Tom Rohrböck und Konsorten beschäftigt, investigative Medien recherchieren unter Hochdruck weiter

Am 9. Mai haben wir hier unter der Überschrift „Depeschen angezählt! Ausgeknockt?“ letztmalig über die mediale Schmierenkampagne berichtet, die vom Berliner Popularen Netzwerk-Verlag mit seinen unterschiedlichen Depeschen-Portalen mehr als dreist umgesetzt wurde. Über die Person und das M-Business von Cengiz Ehliz, aktuell amtierender Unternehmer des Jahres von München, Top-Manager wie Michael Scheibe und Ewald Schmutz von Geschäftspartnern aus dem wee-Kosmos oder Tilmann Meuser, Kommunikationschef von wee, wurden bewusst übelste Unwahrheiten im Netz gezielt verbreitet. Das ging bis hin zur Unterstellung von Bestechung und Betrugsvorwürfen. Mit einem vielbeachteten Medientermin verschafften sich die verleumdeten und erpressten Personen mit ihren Unternehmen am 12. April Luft – und damit mediale Lufthoheit im Verlauf der weitergehenden Geschichte! 

wee wehrt sich und wie bei Star Wars gilt: „Das Imperium schlägt zurück!“

Namen und Hintergründe zur öffentlichen Diskreditierung und den dahinterstehenden erpresserischen Aktivitäten eines kriminellen Netzwerks wurden Mitte April in München klar benannt und offengelegt. Initiator des monatelangen Bashings, so detailliert während der Pressekonferenz kommuniziert, war „Pseudo-Peacemaker“ Tom Rohrböck, ein gescheiterter Provinzpolitiker der CDU, der sich als Netzwerker mit dubiosen Beziehungen seit Jahren wichtig macht. Gemeinsam mit Rudolf „Rudi“ Engelsberger, einem ehemaligen Top-Manager von wee-Founder und Visionär Cengiz Ehliz, Multi-Unternehmer im M-Business, soll das Duo mit gekauften Redakteuren gegenüber den Zielpersonen und -Unternehmen immer stärkeren medialen Druck aufgebaut haben um seine erpresserischen Forderungen durchzusetzen zu können. Im Kontext des Medientermins, der live über Facebook übertragen wurde, dessen Berichterstattung hinsichtlich medialer Awareness eine Reichweite von gut 20 Millionen erlangte, schaltete die Geschäftsführerin des Verlags, Angela Prokoph-Schmitt, alle Portale ab um sämtliche publizistischen Beweise zu verwischen: die Hessen-, Bayern-, Sachsen- und Saar-Depesche waren vom Netz. Sie gab ihr Amt als Geschäftsführerin auf und ist seitdem nicht mehr auffindbar. In den Skandal wurde die halbe Rohrböck-Familie mit hinein gezogen, denn Freunde und beispielsweise Schwester Verena profitierten als Gesellschafter des Verlags von den benannten kriminellen Machenschaften.

Alte Seilschaften auferstanden aus Ruinen: Saludos Amigos!

In die mediale Gemengelage ist jetzt etwas Bewegung gekommen: Ex-Depeschen-Schreiber Stephan Kraus, vermeintlich redaktioneller Erfüllungsgehilfe per Auftrag seiner Hintermänner, der wegen seiner unrühmlichen Berichterstattung von wee auch formal abgemahnt wurde, fängt jetzt wieder an über wee zu schreiben: Dafür nutzt er seine kruden Portale derfflinger.de, benannt nach einem Schlachtschiff der deutschen kaiserlichen Marine und Generalfeldmarschall Georg von Derfflinger, sowie saguntum.de. Am 25. Juni verkündet hier Schreiber Kraus voller Freude, dass die Hessen Depesche wieder online ist. Man findet diese allerdings nicht wie früher unter hessen-depesche.de, sondern mit einer kleinen Korrektur, und zwar ohne Bindestrich, unter hessendepesche.de. „Verantwortlicher Redakteur ist nun ein Dirk Schneider“, heißt es dort. 

Ob es nun nur Zufall ist, wenn saguntum.de einen Bericht von Kraus mit großem Foto von Tom Rohrböck veröffentlicht, der inhaltlich auf vermeintlich hahnebüchene Netzwerk-Aktivitäten des auf dem Foto grenzwertig drein schauenden „Peacemaker“ mit mutmaßlich krimineller Energie berichtet?

Wahrscheinlich ist es auch Zufall, wenn im selben Artikel ein Link zur Postille Landfall-Media integriert ist, wo sich die von wee ebenfalls abgemahnten medialen Nachwuchs-Basher Felix Feister und Martina Sertic verwirklichen. Ein Portal, das, so hat es den Anschein, ausschließlich dafür ins Netz gestellt wurde um über Unternehmer Ehliz und wee herzuziehen. Die skurrile Online-Postille, die sich als Sprachrohr für die Region Rhein-Main positioniert, hat seit Start im April, kurz nach der wee-Pressekonferenz, gut ein Dutzend weitestgehend belanglose Artikel veröffentlicht: Vier davon beziehen sich auf Ehliz und wee, die aber auch so gut wie gar nichts mit Hessen zu tun haben. Alte Seilschaften erleben hierbei eine neue Renaissance!

Kurz zusammengefasst: Am 24. Juni berichtet die „neue“ hessendepesche.de über aktuelles Business von Ehliz und wee, am 25. Juni freut sich Kraus darüber in der Berichterstattung auf saguntum.de und veröffentlicht ebenfalls am 25. Juni auf derfflinger.de mehr oder weniger den identischen Bericht der Hessendepesche. Alles nur reiner Zufall!

Immer neue brisante Informationen: Tickt eine mediale Bombe?

Brennpunkt-wirtschaft24.de hat bei den Protagonisten zum Sachstand nachgefragt, mit Ehliz, Schmutz, Scheibe und Meuser sowie den Anwälten von Hartlieb und Dr. Rückel telefoniert. Anwalt von Hartlieb informiert dabei ausschließlich informell und verweist auf den zivilrechtlichen Lauf der Dinge, Straf- und Wirtschaftsrechtler Dr. Rückel sagt so gut wie gar nichts, erklärt das mit polizeilichen Ermittlungen im Rahmen der erfolgten Strafanzeigen. Ehliz hält sich, was Informationen angeht, sichtlich zurück, ist aber mehr denn je top-motiviert den – wie er sagt –„kriminellen Machenschaften der beiden Herren“ das Handwerk zu legen. Was bei den Recherchen zum Thema alles offensichtlich wurde, sei mehr als nur eine kleine Bombe, womit er anscheinend nicht das mediale Bashing oder die abgewehrten Erpressungsaktivitäten des Duos Rohrböck/Engelsberger meint. 

Famose Geschichten oder Realität: Wer steuert Rohrböck und Konsorten mit welchem Ziel?

Recherchiert man in der entsprechenden Netzwerkszene, tauchen verrückte, aber weitestgehend plausible Geschichten über Tom Rohrböck hinaus zu Geldwäsche und Krypto-Geschäften auf, geht es plötzlich um Afrika und angedeutete krumme Geschäfte, stehen Stiftungen, eine Steuerberatung, ein Ritterorden und dessen Ordensbrüder – und eine ganz besondere Schwester im Verdacht dubioser länderübergreifender Machenschaften, tauchen immer wieder ganz spezielle Locations in Deutschland, Österreich, Schweiz und Ungarn für konspirative Treffen politisch motivierter Projekte mit bekannten Persönlichkeiten auf. Und möglicherweise gibt es eine parteiübergreifende Fraktion, die nachhaltig ominöse Interessen verfolgt. 

Ehliz scheint hierbei ziemlich gut im Film zu sein, will aber nichts Konkretes sagen: „Für diese Themen interessieren sich gerade höchst-seriöse Medien, warten Sie noch ein bisschen. Wir befinden uns gerade in der Phase zwei von fünf möglichen Enthüllungsstufen.“ Er lacht über diesen halben Fauxpass seiner Aussage, denn uns hält er natürlich auch für professionell, was wir hier selbstverständlich auch unterstreichen möchten.