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Wie Depeschen Autoren-Deister und Prokoph-Schmitt sowie Derfflinger-Schreiber Stephan Kraus dem unbescholtenen Münchner CSU-Urgestein Richard Schaurich eine Amigo-Affäre mit der CSU inklusive unterstellter Bestechung anhängen wollten

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Die Ereignisse überschlagen sich beim anhaltenden Skandal um die zwielichtigen Verlautbarungs-Depeschen des Berliner Verlags Popularen Network GmbH: Unser Portal brennpunkt-wirtschaft24.de berichtete umfassend über die Pressekonferenz vom 12. April in der weeBusiness GmbH, der operativen Europazentrale des Cashback- und Mobile Payment-Systems wee. Diverse Top-Manager und Unternehmer waren dem Aufruf von Visionär und wee-Founder Cengiz Ehliz gefolgt und zogen blank, wehrten sich offensiv, informierten über zivil- und strafrechtliche Schritte gegen die Übeltäter.

Vorgeworfen wurde dem Ex-CDU Stadtverbandsvorsitzenden einer hessischen Kleinstadt, einem Herrn Tom Rohrböck, mutmaßlicher Frontmann eines erpresserischen Netzwerks zu sein, das Schutzgeld von Unternehmen einfordert, um mit der Zahlung medialem Bashing, also veröffentlichter Diskreditierung, zu entgehen. Wer nicht bezahlt, wird dann in den seichten Online-Portalen des Berliner Chaos-Verlags über Monate geschäftsschädigend durch den Kakao gezogen. Rudi Engelsberger, Ex-CEO des Unternehmens, so mutmaßt Ehliz glaubhaft, ist dabei gleichermaßen Komplize wie Angela Prokoph-Schmitt, die für die redaktionelle Umsetzung des strategisch geplanten Diskreditierungskonzepts operativ verantwortlich ist. Mehr noch: Sie schreibt und veröffentlicht ihre eigenen Artikel, von denen jetzt die übelsten durch wee-Anwalt von Hartlieb abgemahnt wurden. Nachdem sich die Basher über Monate ausgetobt haben, kommt jetzt, mit dem Abmahnungsschreiben, finanzieller Regress ins Verlagshaus geflattert. Sollte es zur Verhandlung kommen, droht Schlimmeres, was der – wie man hört – in finanzieller Schieflage befindliche Verlag nur sehr angeschlagen überleben dürfte. 

Wie sonst soll man deuten, dass drei der Frontportale inzwischen abgeschaltet wurden. Kann man keine Gehälter oder Betriebskosten mehr bezahlen? Oder will man der verordneten Korrektur diverser Texte entgehen? Dies würde wahrscheinlich mit hoher öffentlicher Wahrnehmung und begleitender Kommentierung von wee passieren. 

Aber was bedeutet eigentlich mediales Bashing? Und wie funktioniert das ganz konkret – mit dem eigens darauf spezialisierten redaktionellen Depeschen-Handwerk? Mit schrägen Lohnschreibern und – man meint – teils verfassungsfeindlichem Gedankengut. Sogenannte Journalisten als dunkle Seite ihrer angesehenen Berufsgruppe, die, man weiß nicht warum, kann es nur erahnen, viel zu oft mit ihren Parteibüchern von CDU und SPD kokettieren. Das alles unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit, eines der höchsten Güter unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. 

Einer, der vom Bashing der Popularen-Schreiber ein Lied singen kann, ist Richard Schaurich, Vorstand eines hochangesehenen Münchner CSU-Ortsvereins, aktives Parteimitglied seit 40 Jahren. Der Ex-Top Manager, international erfahren und für den amerikanischen Konzern Mobil Oil einige Jahre in Saudi-Arabien aktiv, war dann fast 20 Jahre Schatzmeister und Präsidiumsmitglied im bayerischen Landesverband des Bund der Selbstständigen (BdS). Wee-Founder Ehliz und Schaurich kennen sich seit 30 Jahren, sind befreundet. Mitte 2017 holte Ehliz den umtriebigen Netzwerker mit ins Boot von wee-Love-München, der Kampagne mit dem temporär wertvollsten Sandberg der Welt im Münchner Olympiapark. Mediensprecher Tilmann Meuser hatte bei dieser Kampagne, die inzwischen vom Londoner Loyalty-Magazine auf die Shortlist der weltweit zehn besten Marketingkampagnen nominiert wurde, den Hut auf. Public-Affairs-Profi Schaurich durfte sich um die Umsetzung der schwierigen Genehmigungsverfahren bei den Münchner Behörden kümmern. Diese Aufgabe löste er gleichermaßen mit Bravour wie er sich folgend der Herausforderung stellte, stationäre Einzelhändler für das Cashback- und Mobile Payment-System zu gewinnen. Dass bis heute über 4.000 in der bayerischen Landeshauptstadt für wee motiviert werden konnten, trägt die Handschrift seines unermüdlichen Einsatzes. Was liegt also näher für wee, als diese Kompetenzen für sich zu binden? Für seinen Freund Ehliz hat der Vollblut-Kommunalpolitiker den Ruhestand verschoben, er übernahm bei der Schweizer weeConnect AG Mitte 2018 als Verwaltungsrat eine wichtige Organfunktion. 

Unter dem Lead von Meuser hat er im Spätsommer 2018 die formale Bewerbung von Unternehmer Ehliz zum Unternehmerpreis 2018 erarbeitet, ein seitenlanges Bewerbungs-Booklet, das punktgenau die veröffentlichten Kriterien berücksichtigt, die in der Jury über die Wahl des Unternehmers des Jahres von München entscheiden.

Ehrenmann Schaurich hat dann seinen BdS im Gremium der acht Wirtschafts-/Unternehmerverbände nicht mit abstimmen lassen. Damit auch nicht ansatzweise ein Geschmäckle entsteht, falls Ehliz, der visionäre Unternehmer mit türkischen Wurzeln, tatsächlich gewählt und ausgezeichnet werden sollte. Die Bewerbung überzeugte – Ehliz, Multi-Unternehmer im M-Commerce  – ist seit dem 9. Februar amtierender Unternehmer des Jahres 2018 von München. 

Und was machen die Depeschen?

Am 15. Februar erscheint in der Hessen-Depesche von dem szenebekannten und seitens wee jetzt mehrfach abgemahnten Jung-Autor Felix Deister ein Beitrag mit einer merkwürdigen Überschrift, die den wertvollsten Unternehmer-Award, den München alljährlich vergibt, als „seltsam“ bezeichnet. 

Und dann schießt die Bashing-Kanone von Fabulierer Deister aus vollen Rohren: Zunächst stellt er richtigerweise fest, dass der BdS an der Wahl nicht teilgenommen hat. Und dann geht´s ab in Deisters wahnwitziger Märchenstunde… Der Verband nimmt angeblich den Preis gar nicht ernst… Man wollte der CSU einen Gefallen tun… Ob Zahlungen an den BdS geflossen sind, wisse man auf Seiten des Verbands nicht… 

Enthüller Deister lässt so ganz nebenbei die mögliche „Bestechungskeule“ in die Zeilen fließen, legt noch einen oben drauf: Der hochangesehene Unternehmerverband wolle ihm nicht mitteilen, ob für die Titelverleihung Geld geflossen ist. Wie dreist ist das denn? Und als ob ein Verbandssprecher tatsächlich sagen würde: „Hallo Herr Deister, wir können Ihnen wirklich nicht mitteilen, ob wir Schmiergeld-Zahlungen geleistet haben! Kein Kommentar hierzu.“

Und jetzt geht´s richtig rund im verrückten Depeschen-Karussell. Einen Tag später zieht die Hessen-Depesche inhaltlich nach und präsentiert einen selbst erfundenen, fingierten Skandal als gnadenlose Enthüllungsstory:

Aus der CSU wird jetzt die Bayerische Staatspartei, die als Organisation gemeinsam und mehr oder weniger ausschließlich mit dem BdS den Preisträger benannt hat. Und schon wieder wird die Urkunde als seltsam bezeichnet. Der Anschein entsteht, gerade mal zwei Jury-Mitglieder verleihen den Preis, machen gemeinsame Sache. Fakt ist: Es sind acht Verbände die wählen, wobei sich der BdS bei dieser Abstimmung enthalten hat – und die CSU stimmt überhaupt nicht mit ab.

Und dann orten die Enthüllungs-Journalisten den Übeltäter, den Mastermind der staatstragenden Affäre in Persona von Richard Schaurich! Er wird plötzlich als einflussreicher Einflüsterer für Unternehmensbelange in München bezeichnet, was anscheinend in der Szene längst bekannt ist. Und jetzt kommt die unverschämte Pointe von Enthüllungsspezialistin Prokoph: Schaurich steckt in der Nahrungskette von Ehliz! Er hat dort ein warmes Plätzchen gefunden! Jetzt ist es raus!

Was geht im Kopf von Prokoph bei soviel Gehässigkeit und Intrigantentum ab? Man möchte es wirklich nicht wissen…

Weiter geht´s zwei Tage später im medialen Popularen-Schlachtschiff  Derfflinger:

Was bleibt an Kommentierung hierfür? Armselig! Unverschämt! Einfach nur dumm!

Und Richard Schaurich? Der bleibt sachlich, nimmt´s mit der nötigen Portion Humor.