Die Mobile Payment-Nutzerzahlen steigen kontinuierlich. Mit dem Markteintritt der „großen Player“ Apple Pay und Google Pay in Deutschland ist die Akzeptanz und Nachfrage der mobilen Zahlungsmethoden nochmals gestiegen. Dies belegt die Studie des Dienstleistungsunternehmens GS1 und der hierbei befragten Händler. Längst bietet der Markt viele weitere Mitbewerber, deren Kunden das „Mobile Wallet-Payment“ längst praktizieren und die umfangreichen Vorteile dieser digitalen Zahlungsmethode nutzen. Die Usability bei den Verbrauchern ist unumstritten. Schnell, sicher, unkompliziert, transparent und bequem. Hiervon abgesehen steht exakt das Gerät im Zentrum des Handelns, das die Deutschen im Durchschnitt ohnehin 200 Mal und öfter pro Tag zur Hand nehmen: das Smartphone.

Die Akzeptanz und Nachfrage ist nicht das Kernproblem, um die Nutzung des „Mobile Payment“ in Deutschland weiter auf- und auszubauen. Die Herausforderung liegt auf der anderen Seite. Es gilt, die Verfügbarkeit deutlich zu erhöhen und das Netzwerk der Handelspartner flächendeckend auszubauen. Hierfür muss primär der gesamte Handel agieren, denn der E-Commerce hat dieses Geschäftsfeld längst für sich entdeckt. Gerade der stationäre Handel und lokale Dienstleistungsunternehmen müssen das Potenzial dieses Zukunftsmarktes für sich erkennen und sich bereitwillig auf den Strukturwandel einstellen. Allem voran muss hierfür die Infrastruktur geschaffen werden und Händler, Dienstleister und Anbieter müssen sich breit und geschlossen aufstellen. Nicht nur im nationalen Bereich, sondern auch in lokalen Märkten muss der Weg und das Angebot geebnet werden.

Mobile Wallet/APP-Payment im internationalen Vergleich:

Im weltweiten Ranking zur aktuellen Nutzung von Mobile Wallets und APP-Payments taucht Deutschland auf den hinteren Rängen auf. Die Internetseite www.paymentscardsandmobile.com veröffentlichte im November 2018 die weltweiten „Top 5“, die als Vorreiter in der Nutzung von „Mobile Wallets und Payment-Apps“ gelten:

1. China: 47 %

2. Norwegen: 42 % (damit ist Norwegen vor allen Europäischen Ländern führend)

3. Vereintes Königreich: 24 %

4. Japan: 20 %

5. Australien: 19 %