Vielbeachtete Pressekonferenz bei den Tölzer Löwen mit wee-Founder Cengiz Ehliz (Foto: Zeitungsausschnitt tz, 18. März)

weeConomy AG „Pacemaker“ bei Unterstützung von Profi-Clubs

Bis vor einigen Wochen war die Welt noch weitestgehend in Ordnung. Auch im Profisport weltweit! Die Kansas City Chiefs gewannen als Außenseiter den Superbowl – die US Football-Meisterschaft in der weltweit umsatzstärksten Profi-Liga, der National Football League. Die NFL ist weltweit mit über elf Milliarden US-Dollar die umsatzstärkste Liga. Alle amerikanischen und kanadischen Top-Kufenflitzer würden aktuell ihre Play-Offs im Stanley-Cup der National Hockey League spielen, aber die fallen auf unbestimmte Zeit aus… In Deutschland wurde die erste (DEL) und zweite (DEL2) Profi-Eishockey-Liga vor eineinhalb Wochen mit sofortiger Wirkung abgesagt. Schwieriger ist es im Fußball: Die europäischen Ligen setzen aus, hoffen die Corona-Krise verflüchtigt sich, um mittelfristig zumindest vor leeren Rängen die Saison zu Ende spielen zu können. Die für den Sommer transnational geplante Fußball-Europameisterschaft wird um ein Jahr auf 2021 verschoben, die Eishockey-WM in der Schweiz wurde gerade abgesagt.

Es geht um Milliarden von Euro und US-Dollar oder Rubel an TV-Geldern, Sponsoring-, Merchandise- und Zuschauereinnahmen aus Ticketing und Catering. Der Virus Corona mit der Bezeichnung SARS-CoV-2 hat die internationale Sportwelt inzwischen lahmgelegt. Sportler sind infiziert – die Teams in Quarantäne! Wären da nicht die verzweifelten Versuche des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit Oberfunktionär Thomas Bach an vorderster Front, die Sommer-Olympia in Japan mit vollkommener Ignoranz noch durchdrücken zu wollen. Oder Exoten wie in Weißrussland, die immer noch unverantwortlich Profi-Fußball unter normalen Bedingungen veranstalten. Hätte, hätte, Fahrradkette – die Sportwelt zeigt sich nicht solidarisch. Zumindest was den Spielbetrieb und den Schutz von Athleten und Zuschauern angeht.

Es droht der finanzielle Gau

Eine Versicherung für die Profi-Clubs oder Vereine, die für die Corona-Schäden aufkommt, egal in welcher Liga und welchem Land der Welt, gibt es nicht. In den Bundesligen des deutschen Fußballs drohen Umsatzeinbußen von geschätzt einer dreiviertel Milliarde Euro. Sollte die englische Premiere League nicht zu Ende gespielt werden, so vermutet das Insider-Medium „Sportsmail“, könnte der anstehende TV-Vertrag kippen, der den Spitzenclubs satte 3,3 Milliarden Euro pro Saison in die Kassen spülen soll.

Es gibt nichts Gutes – außer man tut es!

Solidarität, Empathie und Hilfen sind jetzt weltweit gefordert, damit die Clubs und Verbände nicht unter der Corona-Last finanziell zusammenbrechen. Den Anfang machte unkonventionell die Schweizer weeConomy AG, ein innovativer Mobile Payment- und Cashback-Anbieter, der bis zum Ausbruch der Krise gerade im Begriff war, sich erfolgreich in Europa die Märkte zu erschließen. Das „Projekt wee“ steht für die Digitalisierung von Arenen, die mit dem ebenfalls digitalisierten stationären Einzelhandel und dem eigenen E-Commerce vernetzt werden. Der Kunde kann beispielsweise beim Shopping im lokalen Handel Rabatte sammeln, die dann auf einer App angezeigt werden, und mit seinem Guthaben den Eintritt im angeschlossenen Stadion bezahlen. Oder in der Arena konsumieren, hier ebenfalls Rabatte sammeln, um diese dann beim Einkaufen im Einzelhandel auszugeben. wee-Gründer und Unternehmer Cengiz Ehliz war sich der Dramatik bewusst, als am 10. März die deutschen Eishockey-Ligen DEL und DEL2 die Saison beendeten. Und das kurz vor Start der Play-Offs als Saison-Highlight, für die sich die Tölzer Löwen mit Hauptsponsor wee erstmals seit dem Aufstieg vor zwei Jahren mit einer beeindruckenden sportlichen Leistung qualifiziert hatten. In Abstimmung mit dem Schweizer Verwaltungsrat und den Club-Verantwortlichen handelte Ehliz beispielhaft für die gesamte Sportwelt: Im Rahmen einer vielbeachteten Pressekonferenz zwei Tage später in den Katakomben der Bad Tölzer weeArena wurde das Sponsorship von wee vorzeitig verlängert. Was in sofortiger Konsequenz dazu führte, dass Verträge mit zwei Publikumslieblingen verlängert werden konnten.

Partnerschaft bedeutet: beide leisten Außerordentliches!

Ehliz, Unternehmer des Jahres von München 2019, hat sich dabei nicht als „Big Spender“ gegeben, sondern verlangt im Rahmen der Partnerschaft vielmehr auch Unterstützung vom Club. „Mit dem Ausbau unseres Sponsorships, insgesamt ein hoher sechsstelliger Betrag pro Jahr, helfen wir der Tölzer Eissport GmbH, die entgangenen Einnahmen aus den Play-Offs zu kompensieren,“ so der Visionär und gebürtige Tölzer mit türkischen Wurzeln. „Der Deal lautet, dass uns der Club aktiv bei der Marktdurchdringung des Mobile Payments mit Cashback-Garantie im bayerischen Oberland unterstützt. Konkret erwarten wir Erfolge bei der Akquise von Einzelhändlern für unser System und eine Vervielfachung der Transaktionen in der ab Sommer 100% digitalisierten weeArena. Dies schließt alle Unternehmen in der Spielstätte, die hier Geld verdienen, mit ein, beispielsweise die Gastronomie, den Schlittschuhverleih, den Fanshop… Und natürlich sollen sich uns auch alle Einzelhändler, die dem Club mit kleineren Sponsorings finanziell zur Seite stehen, anschließen.“ Der Unternehmer sieht dabei den Traditionsclub als Speerspitze im Vertrieb – synchronisiert mit den Strategien des dortigen Area Managements von wee. Eishockey-Deutschland feiert diesen ungewöhnlichen Deal, vorne weg DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke und DEL2-Chef René Rudorisch. Denn die Tölzer Löwen unter Geschäftsführer Christian Donbeck und Vorstandschef Hubert Hörmann können einigermaßen beruhigt schlafen und in Ruhe den Kader für die nächste Saison gestalten.

Das Beispiel von wee hat inzwischen Schule gemacht, andere Unternehmen und Sportler sind motiviert, in dieser außergewöhnlichen Krisensituation zu helfen.

Solidaritätswelle in den USA soll Einkommen der Mitarbeiter garantieren

Von Eugene Onischenko | shutterstock.com
Einzigartige Solidarität in der US „National Baseball League“ zwischen Clubs und Arenen-Personal.

Da in der National Basketball League (NBA) Sendepause angesagt ist, bangen Tausende von Mitarbeitern in den Arenen um ihre Jobs. Anders als in Westeuropa gibt es für die meist Kleinverdiener kein Geld ohne geleistete Arbeit. Die Golden State Warriors aus San Francisco in Kalifornien stellen eine Million US-Dollar zur Verfügung, damit die Mitarbeiter des Chase Center weiterhin bezahlt werden können. Giannis Antetokounmpo, Star der Milwaukee Bucks, zahlt aus privater Kasse 100.000 US-Dollar für die Mitarbeiter des Fiserv Forum. Und Rookie Zion Williamson von den New York Pelicans spendiert den Angestellten des Smoothie King Center das Gehalt im nächsten Monat. Und die Dallas Mavericks, Ex-Club von Legende Dirk Nowitzki aus Würzburg? Die Arena-Angestellten erhalten ihre Gehälter für die sechs angesetzten Spiele, die jetzt abgesetzt wurden. Auch die Eishockey-League NHL geht mit gutem Beispiel voran: Die Mitarbeiter der PPG Paints Arena erhalten von den Pittsburgh Penguins eine Million US-Dollar. Beispielhaft ist auch das Engagement der Major League Baseball: Jedes Team spendet eine Million US-Dollar an die Mitarbeiter des eigenen Stadions. Nicht so rosig sieht es dagegen in Norwegen aus. Hier haben einige Fußball-Erstligisten kurz vor ausgefallenem Saisonstart die komplette Belegschaft der Mitarbeiter inklusive Spieler entlassen.

ninopavisic / Shutterstock.com
Auch Chelsea London ist stark von Umsatzeinbußen betroffen, setzt aber solidarisch Zeichen gegen die Pandemie.

Alte Milliardäre und junge Millionäre setzen Zeichen in Corona-Krise

Oligarch Roman Abramovich, Besitzer von Chelsea London, stellt sein Hotel an der Stamford Bridge im Stadion den Mitarbeitern des National Health Service kostenlos zur Verfügung. Alle Ausgaben des Aufenthalts werden von ihm persönlich übernommen.

Und was macht Dietmar Hopp, gerade noch das erklärte Feindbild aller Ultras in den Fanblocks von Deutschland? Er beschließt einen Corona-Hilfsfond, mit dem Betriebe, Einrichtungen oder auch Sportclubs der Rhein-Neckar-Region unterstützt werden sollen. Dieser speist sich aus Mitteln der TSG 1899 Hoffenheim, den namhaften Betrag steuert aber der Multi-Milliardär aus seinem Privatvermögen bei. Gleichermaßen beteiligen sich die Profi-Fußballer der TSG. So geht Solidarität! „Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, den Menschen zu helfen, die sich plötzlich einer solchen Notsituation ausgesetzt sehen und in der Existenz bedroht sind“, argumentiert der Patriarch.

Auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zeigt sich solidarisch: Sie hat für Betroffene der Corona-Pandemie 2,5 Millionen Euro gespendet. Federführend bei dieser Aktion waren die Nationalspieler Matthias Ginter und Leon Goretzka. Polens Top-Star und Bayern-Goalie Robert Lewandowski zog sofort nach: Mit seiner Frau spendete er eine Million Euro als Soforthilfe gegen Corona.

Auch Super-Star Cristiano Ronaldo scheint sich engagieren zu wollen: Laut spanischer Sportzeitung „Marca“ will der Juve-Goalgetter seine zwei Vier-Sterne-Hotels in Funchal und Lissabon in Krankenhäuser umwandeln, in denen Corona-Patienten kostenlos behandelt werden können.

Hilfsbereitschaft an der Basis und beim Schweizer Mobile Payment-/Cashback-Anbieter

Aber auch die viel kritisierte emotionale Basis des Fußballs zeigt sich solidarisch. In der Corona-Krise organisieren viele Ultra-Gruppen von Fußball-Clubs Hilfe für karitative und soziale Organisationen oder machen selbst Besorgungen für Risikopatienten.

Apropos weeConomy AG: Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen, die aktuell Regress gegenüber Sponsorships bei Vereinen prüfen, beabsichtigen die Schweizer keine bereits bezahlten Beträge wegen nicht vollumfänglich erbrachter Leistungen zurückfordern. Darüber dürfen sich der West-Schweizer Fußball-Club FC Sion, Super League, der EHC Red Bull München, DEL, die Lausitzer Füchse, DEL2, Lok Leipzig, Regionalliga Nordost und der Deggendorfer SC, Oberliga Süd, freuen.

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